
Der Tag der ihn zum „Vater Europas“ machte: Robert Schuman bei seiner Rede im Uhrensaal des französichen Aussenministeriums in Paris am 9. Mai 1950. (Das Foto entstand im Robert Schuman Museum in Metz/Frankreich)
Jean-Baptiste Nicolas Robert Schuman war dreiundsechzig Jahre alt als sein Leben eine entscheidende Wendung nehmen sollte, nicht nur für ihn sondern für alle die in Europa zu jener Zeit lebten und die nachfolgenden Generationen. Als er seine berühmt gewordene Rede hielt, tat er das als französischer Aussenminister. Das Leben des promovierten Juristen war in grossen Teilen politischer Natur. Er war Staatssekretär, Finanzminister, Premierminister und in seinem letzten politischen Amt Präsident der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- 29. Juni 1886 Robert Schuman wird in Clausen (heute Luxemburg) als deutscher Staatsbürger geboren. Seine Muttersprache ist Luxemburgisch.
- Von 1896 bis 1893 Schulbesuch in Luxemburg. Abschluss: Abitur. Ein Jahr später besteht er in Metz auch das deutsche Abitur. Danach beginnt er an der Universität Bonn ein Studium der Rechtswissenschaften. Dieses setzt er in München, Berlin und Straßburg fort.
- 1908 Erstes Staatsexamen in Metz
- 1910 Promotion in Straßburg zum Doktor jur. „summa cum laude“.
- 1912 Zweites Staatsexamen. Eröffnung einer Rechtsanwaltskanzlei in Metz.
- 1918 Beginn der politischen Karriere mit einem Mandat im Stadtrat von Metz.
- 1919 Nach der Annexion von Elsass-Lothringen erhält Robert Schuman die französische Staatsangehörigkeit. Für die Partei „Union Republicaine Lorraine“ zieht er als Abgeordneter in das französische Parlament ein.
- 1928 bis 1936 Schuman ist Vorsitzender des Elsass-Lothringen Ausschusses und zeitweise auch Vizepräsident des Abgeordnetenhauses.
- 1941 Verhaftung durch die Gestapo.
- 1942 Flucht aus der Gefangenschaft. Schuman findet bis zum Ende des Krieges Unterschlupf in einem Kloster in Saint-Laurent-les-Bains im Departement Ardeche.
- 1946 Französicher Finanzminister
- 1947 Französischer Ministerpräsident
- 1948 bis 1952 Französischer Aussenminister
- 1955 Sechsundzwanzig europäische Staaten unterzeichnen die von Schuman massgeblich mitgestaltete „Straßburger Konvention für Menschenrechte und bürgerliche Grundfreiheiten“.
- 1955 Französischer Justizminister
- 10. Januar 1958 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität Leuven (Louvain)/Belgien für seine Verdienste um Europa.
- 19. März 1958 Robert Schuman wird erster Präsident des neu gegründeten Europäischen Parlaments.
- 1958 Verleihung des Karlspreises in Aachen für die „Einheit Europas“.
- 04. September 1963 Robert Schuman stirbt in Scy-Chazelles bei Metz. Er ist in der Kirche St. Quentin gegenüber seines Hauses begraben. (Quelle: Wikipedia, deutsche Version)

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